Hast du gewußt, dass du seit einer Ewigkeit auf falsche Art- und Weise Termine vereinbarst?

Viele Menschen denken nämlich bei der Terminvereinbarung zu sehr an ihr Gegenüber. Ja, richtig gehört. Nächstenliebe ist bei der Terminvergabe vollkommen deplatziert.

Ein Termin hat vordergründig den Zweck zwei oder mehr Parteien an einem bestimmten Ort zu einem bestimmten Zeitpunkt zusammenzubringen. Dieser gemeinsame Zeitpunkt und Ort ist meistens ein Konsens, den die Parteien in der Terminvereinbarung miteinander erzielen. Hier aber passiert bereits der schwerwiegende Fehler. Zu Beginn dieser „Verhandlung“ sind wir aber zu nett.

Wir machen uns direkt Gedanken darum, welcher Termin womöglich für unser Gegenüber passen würde. Unsere eigene Vorstellung eines Termines, der uns persönlich perfekt passen würde, den äußern wir gar nicht erst. Schließlich möchtest du ja nicht egozentrisch wirken oder dich Wichtig machen.

Außerdem bewerten wir die Relevanz der Termine anderer Menschen immer höher, als die Relevanz unserer eigenen Verpflichtungen. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.

Außer uns bekommt diese Gedanken aber niemand mit. Diese Art der vornehmen Zurückhaltung weiß niemand aus uns selber zu schätzen. Nur haben wir durch einen Termin, der vielleicht uns eigentlich nicht passt, trotzdem den Kürzeren gezogen.

Hier findest du nun drei Tipps mit denen du richtig Termine vereinbaren kannst:

Tipp 1: Was würde dir am besten passen?

Frage dich bei der Vereinbarung eines Termins immer zuerst, welcher Termin dir ideal passen würde. Erst dann kannst du einen Konsens in der Terminfindung anbieten.

Tipp 2: Mach dich bei der Terminfindung nicht kaputt!

Manchmal ist es bei mehreren Parteien wirklich schwer ein gemeinsames Zeitfenster zu finden. Wenn dann noch jemand in der Runde ist, der sich aber dringend treffen will, solltest du diesen Konflikt nicht auf deinem Rücken austragen lassen. Wenn die Beteiligten zu keinem Termin finden, ist das eben so. Zugeständnisse, die du in der Terminfindung machst, machen den Termin zwar vielleicht möglich, kosten dich aber auch Nerven und verursachen Stress. Außerdem kannst diese Zugeständnisse nicht gleichermaßen von den anderen erwarten.

Tipp 3: Plane Pufferzeiten zwischen den Terminen!

Das Einplanen von Pufferzeiten ist eigentlich ein Produktivitätshack für sich alleine. Darum geht es bei diesem Tipp aber nicht. Wir neigen dazu, uns in unserer Fähigkeit Termine wahrzunehmen zu überschätzen. Wenn also ein Tag fast vollständig ausgeplant ist und sich Termin an Termin reiht, dann ist das die ultimative Quelle für Stress. Wir brauchen alleine für die geistige Einstellung auf das neue Thema, ein paar Minuten Zeit um uns einzustimmen bzw. idealerweise sogar vorzubereiten.

Ohne Pufferzeiten werden außerdem Verzögerungen im Terminablauf schnell zu einer Verspätungslawine. Die Deutsche Bahn kann davon ein Lied singen. 5 Minuten zu Beginn des Tages wachsen dann ganz schnell zu Stunden von Verspätungen, Umplanungen, erneuten Terminabsprachen usw. Stress pur!