Um produktiver zu werden, müssen wir uns auf unsere Aufgaben voll fokussieren. Das heißt Ablenkungen möglichst vollständig abstellen oder zumindest signifikant reduzieren. Zu diesen Ablenkungen gehören auch News, die uns über Websites, das Fernsehen oder sogar das gesprochene Wort erreichen. Insbesondere sind es die schlechten Nachrichten um Terror, Tod, Mißbrauch und Betrug die uns manchmal kopfschüttelnd zurück lassen.

Naja, und natürlich Donald Trump!

Leider ist es so, dass uns insbesondere negative Nachrichten besonders stark innerlich beschäftigen. Es kommen dann so Fragen auf, wie „Wann ist mein Diesel gar nichts mehr wert?“ oder „Wer hat den nur gewählt?“.

Aus der Perspektive der Produktivität sind diese Fragen aber nicht gut für unseren Fokus. Sie lenken unheimlich ab und verändern unsere Stimmung. Wir können uns sogar regelrecht in Nachrichten hineinsteigern und damit komplett unproduktiv werden. Wir checken dann jede Minute den Nachrichtenfeed, denn es könnte ja was Neues geben.

Das hat auch mit zwei Dingen zu tun:

Einerseits sind wir für schlechte Nachrichten besonders empfänglich. Alles wo sich besonders viel Emotion im Spiel befindet, ist für uns hochinteressant. Schließlich wollen wir gewarnt sein. Hätte es in der Steinzeit eine Spiegel Online Eilmeldung gegeben, wären wir wohl öfter dem nächsten Säbelzahntiger entkommen. Wir wären 100 Pro Abo Kunde gewesen.

Andererseits produzieren schlechte Nachrichten Emotionen und Emotionen wiederum machen hohe Klickzahlen. Dieser Produtivitäthack, hätte wahrscheinlich 1,5 Klicks mehr pro Tag, hätte ich die Headline in „Keine schlechten Nachrichten oder warum sie dein Leben bedrohen“ umgetextet. Dadurch, dass hinter hohen Klickzahlen auch entsprechend höhere Umsätze durch Online Werbung stehen, ist es nicht immer der eigentliche Nachrichtenwert, der über die brisants entscheidet, sondern auch die dramatische Darstellung.

Damit erreichst du mit diesem Produktivitätshack nicht nur eine Fokussierung, sondern kannst auch (sofern das überhaupt möglich ist) eine objektivere Haltung gegenüber dem Tagesgeschehen einnehmen.